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Kreuzfahrt World Explorer

Eine Kreuzfahrt in Zeiten von Corona – ich selbst habe es für Sie getestet.

Gemeinsam mit Nicko Cruises startete die Reise am Frankfurter Flughafen – mein erster Flug seit der Pandemie. Am Flughafen angekommen, war es kein Problem den Mindestabstand einzuhalten, denn wie zu erwarten waren kaum Menschen unterwegs – ein ungewohntes Bild.

Der Flug nach Athen verlief völlig entspannt und jeder hielt sich vorbildlich an die Maskenpflicht. Bevor wir die „World Explorer“ betraten, wurde zur Sicherheit ein Covid-19-Schnelltest durchgeführt – alle Ergebnisse waren negativ. Schon zwei Tage vor der Reise bekam jeder Passagier ein Test nach Hause geliefert, der selbstständig durchzuführen war und von einem Labor untersucht wurde. Von Anfang an fühlten wir uns somit sehr sicher in den Händen von Nicko Cruises.

Auf dem kleinen Schiff mit regulär max. 200 Passagieren wurden wir herzlichst von der Besatzung in Empfang genommen und durften dann auch gleich unsere geschmackvoll und großzügig gestaltete Kabine in Bezug nehmen. Die Bordsprache der „World Explorer“ ist deutsch und obwohl es als 5* Schiff kategorisiert ist, ist lediglich eine sportlich-legere Kleidung an Bord empfohlen.

Das erste Highlight der Kreuzfahrt war die beeindruckende Durchfahrt durch den Kanal von Korinth, mit seinen steilen Felswänden von bis zu 84 m Höhe. Mit knapp einem Meter Abstand links und rechts des Schiffes wurden wir von einem Schlepper durch den Kanal manövriert. Mit einer Länge von nur 126 m kann die „World Explorer“ Passagen durchfahren und Häfen ansteuern, die für die größeren Schiffe unerreichbar sind.

Am nächsten Tag erreichten wir schließlich Itea, ein kleines griechisches Dorf. Itea ist der Ausgangspunkt für einen Ausflug zu der antike Orakelstadt Delphi. Die Ruinen schmiegen sich malerisch an den Hang des knapp 2500 m hohen Parnass Gebirges. Einen wunderschönen Blick über die Landschaft erhält man von dem noch gut erhaltenen griechischen Theater am oberen Ende der Ausgrabung.

Jedes Mal vor dem Betreten des Schiffes, erhielten wir eine neue Maske und desinfizierten unsere Hände. Ebenso wie bei einem Aufenthalt in einem Hotel ist das Tragen einer Maske in allen öffentlichen Bereichen an Bord vorgeschrieben. Am Platz im Restaurant, an der Bar oder am Poolbereich kann die Maske abgenommen werden. Ebenfalls im Außenbereich, wenn der Mindestabstand zu anderen Passagieren eingehalten werden kann. Zudem sind auf den Ausflügen die Passagiere in Kleingruppen eingeteilt und es werden mehr Transferbusse als sonst eingesetzt.

Das Essen genossen wir meist auf dem Außenbereich des Restaurants, von welchem man einen wunderschönen Blick über das Meer oder die Städte vorfand. Nicko Cruises bietet an Bord die Verpflegung Vollpension an. Die Getränke sind separat, am Ende der Reise zu bezahlen. Alternativ kann auch ein Getränkepaket zugebucht werden. Mittags und abends wird auf dem Schiff ein 5-Gänge-Menü serviert. Ansonsten haben Sie die Möglichkeit im Lido-Café ein leichtes Mittagessen einzunehmen. Normalerweise wird das Frühstück und Mittagessen in Buffetform angeboten. Doch aufgrund der aktuell außergewöhnlichen Situation werden alle Mahlzeiten serviert.

Am Folgetag erreichten wir den Hafen von Katakolon. Von hier aus machten wir einen Ausflug in das antike Olympia mit einem Besuch des archäologischen Museums. Der Austragungsort der Olympischen Spiele in der Antike und das Heiligtum des Zeus ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Ein weiteres Highlight der Reise war die Zodiac (robuste, motorisierte Schlauchboote) Tour am Nachmittag. Insgesamt hat das Schiff 15 Zodiacs, mehrere Kanus, sowie Schnorchel Ausrüstung an Bord. Nicko Cruises hat somit genügend Möglichkeiten den Gästen die Natur und Unterwasserwelt der Umgebung zu zeigen.

Der letzte Hafen, welchen wir in Griechenland besuchten, war Korfu-Stadt. Unweit der Stadt entfernt liegt der Palast der Kaiserin Sisi. Aber auch Korfu-Stadt ist mit den zahlreichen kleinen Gässchen und zwei Festungen eine sehenswerte Stadt.

Von Griechenland führte uns die Reise weiter Richtung Italien. Wir machten einen Halt an dem Absatz des Stiefels in Gallipoli mit einem Ausflug nach Lecce – dem Florenz von Süditalien. Von dort ging es weiter nach Sizilien, wo wir die restlichen Tage der Kreuzfahrt verbrachten. 

Taormina war unser erst Stopp auf der Insel. Anders als bei den Orten zuvor, lagen wir nicht direkt am Hafen, sondern auf Reede. Somit wurden wir mit den Tenderboot an Land gebracht und unternahmen dann einen Ausflug in das Zentrum und das griechische Theater von Taormina. Ein weiterer Ausflug führte auf den noch aktiven Vulkan „Ätna“.

Am Nachmittag kühlten wir uns dann bei einem Sprung von der Tenderplattform des Schiffes ab. Das Mittelmeer hatte auch Ende Oktober noch eine angenehme Temperatur von 22 Grad.

Weitere Häfen auf Sizilien waren Syrakus und Paloma. Beides Mal unternahmen wir einen Stadtrundgang durch die charmanten Gassen. Von Catania traten wir dann wieder die Heimreise nach Deutschland an.

Ursprünglich hätte die Kreuzfahrt auf Malta geendet. Da Malta jedoch am Tag unserer Anreise zum Risikogebiet ernannt wurde, hat die Reederei kurzerhand entschlossen, die Route abzuändern. Wir waren somit zu keinem Zeitpunkt der Reise in einem Risikogebiet und konnten ohne anschließende Quarantäne in den Alltag zurückkehren.

Haben Sie Fragen zu meiner Reise oder zu den aktuellen Abläufen von Nicko Cruises oder anderen Reedereien, so sprechen Sie uns gerne an.

Ann-Christin Harst

Bildquelle: nicko cruises Schiffsreisen GmbH und Ann-Christin Harst