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Kenia

Jambo Jambo… so wird man überall in Kenia mit einem herzlichen Lächeln begrüßt. 
Nach unserem Direktflug von Frankfurt nach Mombasa ging es zuerst an die Nordküste, in die Severin Sea Lodge. Am nächsten Morgen konnten wir bei Tageslicht dann erst mal den traumhaften weißen Sandstrand direkt vor unserem Hotel bewundern. Über den Tag hinweg hat sich das Meer jedoch einige Male verändert, da sich die Gezeiten rund alle 6 Stunden ändern. Mal lädt das türkise Nass also zum Baden, dann wieder zu einer Wattwanderung ein. Die Bootsausflüge für Schnorchler und Taucher werden in der Regel am Vormittag angeboten. Dabei lassen sich viele bunte Fische und mit Glück Delfine, Mantas oder auch Walhaie beobachten. Für uns war allerdings Landprogramm angesagt. Nachdem wir verschiedene Unterkünfte an der Nordküste unter die Lupe genommen hatten ging es zur Einstimmung auf unsere bevorstehende Safari in den “Haller Park”, wo es die ersten Tiere zu bestaunen und Giraffen zu füttern gab. Ein lustiges Gefühl Auge in Auge mit einer Giraffe zu stehen und zu spüren wie die lange Zunge die eigene Hand umschlingt. Am darauffolgenden Morgen lautete unsere nächste Station: Bahnhof Mombasa. Ein sehr schöner und moderner Bahnhof und ganz bestimmt nicht wie man es in Afrika erwartet hätte. Die Sicherheitskontrollen waren sehr umfangreich und auf die Minute getaktet fuhr der Madaraka Express in knapp 3 Stunden bis nach Mtitio. Unterwegs konnten wir schon die ersten Zebras, Affen und Antilopen sichten. Mit dem Jeep fuhren wir ein kurzes Stück zum Eingang des Tsavo West Nationalparkes und von dort weiter bis zur Severin Safari Lodge. Da es für viele von uns die erste Safari war, waren wir natürlich umso gespannter was uns alles erwarten würde. Im Camp angekommen wurde uns erst einmal so richtig bewusst, dass das Highlight unserer Reise bereits begonnen hatte! Unter dem großen Makutidach finden das Restaurant, die Lobby und die Bar Platz. Es ist alles schön offen und man hat jederzeit ein Wasserloch im Blick, wo auch tagsüber, meist jedoch zur Abend-/Nachtzeit, die Tiere munter vorbei spazieren. Am Lagerfeuer sitzend haben wir bereits am ersten Abend eine Büffelfamilie mit Büffelkalb, Zebras, Antilopen und eine Giraffe gesehen. Der schneebedeckte Gipfel des Kilimanjaros war meist in Sichtweite. Auf den verschiedenen Pirschfahrten wurden wir mit weiteren tollen Beobachtungen und Tieren belohnt. Lediglich die Raubkatzen haben sich nicht in unsere Nähe getraut, aber das ist ein guter Grund für einen zweiten Besuch. Sehr interessant war auch der Nature Walk mit zwei Masai, die uns vieles gezeigt haben wo wir vermutlich einfach nur drüber gelaufen wären. Wahnsinn, wie die Menschen, die dort leben, nochmal eine ganz andere Wahrnehmung der Umwelt haben. Wusstet ihr zum Beispiel von den Small Five? Dass unter beinahe jedem größeren Stein ein Skorpion sitzt? Oder dass man an einem Elefantenhaufen anhand der Graslänge erkennen kann wie alt das Tier in etwa ist? Am letzten Abend wurden wir mit einem Sundowner am Poacher’s Lookout überrascht. Und spätestens als die Musik zu “Jenseits von Afrika” ertönte war der Gänsehautmoment perfekt! Eine weitere Überraschung erwartete uns am nächsten Tag als wir zu jenem airstrip abgebogen sind wo einen Tag zuvor noch die Zebras lang spaziert sind. Mit Scenic Air führte uns die Reise zurück an die Küste. Der Flug dauerte rund 1 Stunde und das Beste waren die zum Fenster drehbaren Komfortsitze. Auch an der Südküste haben wir uns einige Hotels angeschaut. Es gibt für jeden Geschmack und jede Zielgruppe die passende Unterkunft und neben den klassischen All Inclusive Anlagen gibt es auch kleinere individuellere Boutique Hotels. Insgesamt spielt das Thema Nachhaltigkeit auch in Kenia eine immer größere Rolle, es werden regionale Produkte verwendet und vieles wird auf den Farmen der Hotels produziert. 
Wer den Charme des Besonderen sucht wird sich im The Sands at Nomad wohl fühlen. Das unter österreichischer Leitung stehende Hotel mit nur knapp 30 Zimmern legt viel Wert auf das persönliche Wohlbefinden des Gastes. Die Anlage punktet mit vielen kleinen Details und ist auch für Honeymooner perfekt geeignet. Und wer es gerne etwas lebhafter mag ist im Baobab Beach Resort perfekt aufgehoben. Das Resort, bestehend aus 3 Bereichen, hat sehr schön renovierte Zimmer, liegt ebenfalls am wunderschönen Diani Beach und ist von einer 450.000qm großen Gartenanlage umgeben. Zum Abschluss der Reise haben wir noch ein kleines Dorf und eine Schule besucht. Obwohl viele Kenianer sehr wenig besitzen versprühen sie eine positive Ausstrahlung und sind lebensfroh. Die Gemeinschaft spielt eine große Rolle. Das Motto lautet: hakuna matata – und daran sollten wir uns öfter mal ein Beispiel nehmen.Kenia ist ein tolles Reiseziel für alle, die eine Badereise mit einer Safari kombinieren möchten.  


Gerne berichte ich persönlich von meinen Erlebnissen und plane die passende Reise.

 Bianca Bleher