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Porto Santo & Madeira

Ende Oktober habe ich mit dem Reiseveranstalter Olimar die portugiesischen Inseln Porto Santo und Madeira besucht.

Porto Santo liegt ca. 40 km nordöstlich von Madeira im Atlantik und ist ca. 11 km lang und 6 km breit. Die Insel ist – im Vergleich zu Madeira – eher kahl. Das Highlight ist der 9 km lange, flach abfallende Sandstrand.

Wir sind mit unserer Gruppe mit der Fluggesellschaft Germania von Düsseldorf nonstop nach Porto Santo geflogen. Angekommen am sehr kleinen Flughafen, waren wir ab der Landung innerhalb von 45 Minuten in unserem Hotel, inkl. Warten auf unser Gepäck – das schafft man nicht in jedem Zielgebiet und war somit sehr angenehm.

Wir haben im Hotel Vila Baleira Resort & Thalasso Spa übernachtet. Es handelt sich um ein 4-Sterne Hotel und ist das höchste Gebäude der Insel. Ursprünglich hätte daraus ein Krankenhaus werden sollen. Die Zimmer sind sehr geräumig und freundlich eingerichtet.

Am nächsten Tag haben wir verschiedene Hotels von Porto Santo besichtigt, wobei mein Highlight das Aparthotel Luamar war – ein Aparthotel mit 75 Wohneinheiten in direkter und allerbester Strandlage. Für Familien mit Kindern wirklich traumhaft schön!

Für diejenigen, die Ruhe suchen, empfehle ich die Quinta do Serrado im “Hinterland” bzw. in den Bergen von Porto Santo mit nur 22 Zimmern. Auch von hier sieht man in der Ferne das Meer und es wird 1x am Tag ein kostenloser Shuttlebus zum Zentrum von Vila Baleira ( ca. 6 km entfernt ) angeboten.

Die Häuser der Pestana Hotelkette sind auch sehr schön und bestens zu empfehlen.

Nach einem tollen Mittagessen im Restaurant O Calhetas mit wunderbarem Blick auf den Atlantik starteten wir zu einer Jeep-Tour über die Insel.

Über steile Schotterpisten gelangten wir zu einem tollen Aussichtspunkt, von wo aus wir den langen Sandstrand, benachbarte, unbewohnte Inseln und den Atlantik bestaunten. Wir bekamen einen ersten Eindruck vom Rest der Insel und freuten uns schon auf das, was uns noch alles erwarten würde.

Wir fuhren vorbei am Pico de Ana Ferreira mit seinen interessanten Basaltformationen und kamen schließlich zu einer der traditionellen Windmühlen von Porto Santo. Auf der weiteren Fahrt über die Insel genossen wir weitere tolle Ausblicke, sahen kleine Dörfer und tiefe Schluchten. Letzter Stopp war der wohl beliebteste und meistbesuchte Aussichtspunkt – Miradouro da Portela. Zum Sonnenuntergang versammeln sich hier Touristen und Einheimische gleichermaßen.

Nach dem Abendessen im Hotel trafen wir uns zur Abfahrt in Richtung Hafen – Funchal auf Madeira erwartete uns. Die Fähre war recht groß, es gibt ein Restaurant, Shops, ein Kino und viele Sitzmöglichkeiten im Außen- und Innenbereich. Die Überfahrt von Porto Santo nach Madeira dauert 2,5 Stunden.

Am nächsten Tag starteten wir zu einer Stadtrundfahrt. Wir sind durch einen kleinen, botanischen Garten gelaufen und haben erfahren, welche Pflanzen hier in der freien Natur wachsen und staunten über die Dimensionen, denn manche dieser Pflanzen stehen bei uns zuhause im Blumentopf. Vorbei am bekannten Cafe Ritz gelangten wir zur Episcopal See Kathedrale. Die Kathedrale ist innen sehr dunkel, aber nach kurzer Zeit kann man die tollen Schnitzereien und die prächtige Holzdecke erkennen und bestaunen.

Im Anschluss daran sind wir durch kleine Gassen zu einer Madeira Wine Verkostung bei D’Olivera eingekehrt. Wir durften drei Weine und einen traditionellen Honigkuchen probieren.

Was auf einer Stadtrundfahrt durch Funchal nicht fehlen darf ist ein Stopp in einer bunten und trubeligen Markthalle, um dort von den exotischen Früchten zu kosten und an den vielen Gewürzen zu riechen. Frisch gefangener Fisch wird angeboten und herrlich duftende Blumen werden verkauft.

Weiter ging es zur Seilbahnstation, von wo aus wir mit einer Gondel nach Monte hinauf gefahren sind. Langsam stieg die Gondel über die Dächer der Altstadt, über Straßen und Gärten, der Ausblick über die Stadt bis zum Meer ist herrlich! Oben angekommen stiegen wir weiter hinauf zur schönen Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte, wo der Sarg des letzten Kaisers von Österreich, Karl I., aufgebahrt ist.

Ein Muss für jeden Besucher von Funchal ist die Abfahrt von Monte mit einem der traditionellen Korbschlitten. Sie verfügen über keinerlei Lenkung oder Bremsen und werden von zwei in der traditionellen weißen Tracht gekleideten Schlittenlenkern gesteuert und durch Zurückhalten oder Querstellen gebremst. Wir hatten sehr viel Spaß bei der Abfahrt!!

Am Nachmittag haben wir die Sonne am Pool genossen oder waren in der Altstadt zum bummeln oder einen Kaffee trinken, bevor wir uns zu einem leckeren Abschluss-Abendessen wieder getroffen haben.

Die Heimreise traten wir am nächsten Morgen an – eine schöne und erlebnisreiche Reise ging zu Ende! Porto Santo und Madeira, zwei sehr unterschiedliche Inseln, beide auf ihre Weise wunderschön! Ich werde mit Sicherheit irgendwann wiederkommen.

Martina Könninger

 

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